Carport aus Beton

Großanlagen für mehrere Fahrzeuge werden oftmals aus Beton gebaut. Da es sich in der Regel um reine Zweckbauten handelt, spielt das Design hierbei fast immer eine untergeordnete Rolle. Der Vorteil eines Beton-Carports ist die hohe Standfestigkeit, die mit einer solchen massiven Konstruktion erreicht wird.

Allerdings sollte man den Umgang mit diesem Baustoff sehr gut beherrschen, wofür Fachkenntnisse notwendig sind. Ein Beton Carport muss wegen seines hohen Eigengewichts auf einem besonders soliden Fundament errichtet werden, und es gilt die korrekten Trockenzeiten für die Betonelemente zu beachten.

Zudem können schwere Hublasten nur mit speziellen Lastgeräten bewegt werden, so dass ein Selbstaufbau unmöglich ist. Ein Carport aus Beton wird daher auch nur selten in einer privaten Einfahrt gebaut. Wen der hohe Aufwand und die Kosten für ein Beton Carport dennoch nicht abhalten, sollte auf jeden Fall überprüfen, dass entsprechende Zufahrtsmöglichkeiten zum Bauplatz gewährleistet werden können.

Für die Konstruktion eignen sich zwei Verfahren: Entweder man verwendet bereits vorgefertigte Betonelemente, die nur noch miteinander verbunden werden müssen, oder direkt auf der Baustelle in Formschalen gegossene Komponenten. Bei der zweiten Methode muss der Beton vor Ort zunächst vollständig abbinden und durchtrocknen, wodurch das Grundstück für eine längere Dauer zum Bauplatz wird.

Eine besonders stabile – jedoch auch kostenintensivere – Lösung ist ein Carport aus Stahlbeton. Bei dieser Variante wird zusätzlich eine Stahlbewehrung im Beton eingegossen, was zu einer noch höheren Stabilität aber ebenso zu einem erhöhten Gewicht des gesamten Bauwerks beiträgt.


Alternativ kann man auch leichtere Materialien mit Beton kombinieren und dadurch Gewicht reduzieren. So besteht zum Beispiel die Möglichkeit, nur für die vertikalen Seitenstützen des Carports Beton zu verwenden und anschließend ein Dach aus Holz oder Metall hinzuzufügen.

Wegen seiner porösen Eigenschaften kann sich Beton leicht mit Wasser vollsaugen, sollten keine Schutzmaßnahmen dagegen getroffen werden. Zur Abdichtung muss eine Feuchtigkeitssperre installiert werden, damit ein Eindringen von aufsteigender Nässe aus dem Boden verhindert wird. Ergänzend sollte darüber hinaus ein wetterfester Anstrich des Materials erfolgen.